Die Fotografie begleitet Achim Przymusinski seit seiner Kindheit. Angestoßen durch den Workshop „Abenteuer Reportagefotografie“, entwickelte sich aus ersten kleinen Bildstrecken schließlich ein umfangreiches Reportageprojekt: das Buch „Oppersdorf 41-1 – Von der ersten Schraube bis zum ersten Einsatz“.
Schon früh spielte die Kamera eine feste Rolle in seinem Leben, doch erst durch den Workshop und die dort gestellten Aufgaben fand Achim einen klaren Zugang zur Reportagefotografie als erzählerischer Form. Zunächst entstanden kleinere Bildstrecken, etwa über einen Würstchenstand in seiner Heimatstadt Regensburg. Diese Arbeiten ließen in ihm die Idee reifen, sich einmal einem größeren, zusammenhängenden Projekt zu widmen.

Mit „Oppersdorf 41-1“ verwirklichte er diesen Wunsch. Das Buch dokumentiert die Entstehungsgeschichte eines Feuerwehrwagens für die Freiwillige Feuerwehr Oppersdorf, einer Gemeinde bei Regensburg. Als Achim von dem geplanten Fahrzeug erfuhr, stellte er seine Idee zunächst der Feuerwehr vor. Bestärkt durch deren Zustimmung wandte er sich anschließend an die beteiligten Hersteller MAN und Rosenbauer und erhielt auch dort die Zusage, den Bau fotografisch begleiten zu dürfen.
Der Bildband zeigt die Entstehung des Feuerwehrwagens in chronologischer Abfolge. Dabei setzt Achim Techniken ein, die er im Workshop bei Kai Behrmann und Thomas Jones gelernt hat: Er arbeitet mit zusammenhängenden Fotostrecken, Detailaufnahmen und variierenden Belichtungszeiten. Auf diese Weise entsteht eine lebendige und zugleich gut nachvollziehbare Bildgeschichte.
Für den Bau des Fahrgestells reiste Achim eigens nach Krakau, um im dortigen Werk die Montage zu begleiten. Später führte ihn sein Weg ins österreichische Leonding zum Feuerwehrausrüster Rosenbauer, der für den weiteren Ausbau des Fahrzeugs verantwortlich war. Auch dort dokumentierte er die einzelnen Arbeitsschritte und hielt den Fortschritt des Projekts fotografisch fest.
Nach mehreren Monaten der Montage folgt im Buch – ebenso wie in der realen Entstehungsgeschichte – die Einweisung sowie die Rückfahrt des Feuerwehrwagens zum Einsatzort bei Regensburg. Dort wird das neue Fahrzeug bereits feierlich erwartet. Achim achtete darauf, bei allen wesentlichen Stationen, die für die Fertigstellung eines solchen Fahrzeugs notwendig sind, mit seiner Kamera präsent zu sein. Dazu gehörte auch die Segnung des Fahrzeugs, bei der die gesamte Freiwillige Feuerwehr sowie weitere Wehren aus der Umgebung anwesend waren. Ebenso begleitete er die ersten Einsätze des neuen Fahrzeugs.
Auf rund 100 Seiten des etwa 23,5 × 27 cm großen Buches zeigt Achim rund 80 unterschiedliche Aufnahmen. Diese vermitteln einen guten Überblick über die vielen notwendigen Schritte – von der ersten Idee bis hin zum einsatzbereiten Feuerwehrfahrzeug.
Gedruckt wurde das Buch in der Buchdruckerei Gramlich / Buch.one in Pliezhausen, die hier im Blog bereits mehrfach erwähnt wurde.
Aus meiner Sicht ist dieses Buch ein sehr schönes Beispiel dafür, wie sich Reportagefotografie nutzen lässt, um aus mehreren einzelnen Etappen eine große, zusammenhängende Geschichte zu erzählen. Ein Ereignis, das für eine Gemeinde wie Oppersdorf keineswegs alltäglich ist, wird hier bildlich überzeugend dargestellt. Für mich sind die Aufnahmen zudem eine Inspiration, fotografische Techniken gezielt einzusetzen, um mit Bildern Geschichten zu erzählen – ganz im Sinne des gleichnamigen Buches (*) der beiden Workshopleiter Kai und Thomas.
Im Podcast erzählt Achim ausführlich von seinem Projekt, von den notwendigen Schritten und davon, wie man ein solches Vorhaben über mehrere Jahre hinweg verfolgt und schließlich zu einem erfolgreichen Abschluss bringt. Hört gerne rein!
Empfehlung:
Alex Webb – The Suffering of Light (*)

Eckdaten zum Buch:
Hardcover mit Teil-Leineneinband
100 Seiten
23,5 x 27 mm
Dezember 2025
Eigenverlag
38 €
Links:
Workshop – Abenteuer-Reportagefotografie
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Zur Information: Das Blaulicht der Bilder in diesem Blogbeitrag wurde von mir mit Hilfe von künstlicher Intelligenz hinzugefügt.

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